Vom Schaltschrank ins Schichtbuch

Maschinendaten auslesen und auswerten – statt Stillstände auf Zetteln zu sammeln.

„Wie hoch unsere Auslastung wirklich ist, weiß ehrlich gesagt keiner.“ Ihre Maschinen kennen Laufzeiten, Stückzahlen und Störungen sehr genau. Wir holen diese Daten lesend ab, speichern sie zentral und zeigen der Schichtleitung, was in der Halle passiert – ohne Abtippen.

Kostenlosen Prozess-Check anfragen
Zwei Techniker mit Tablet an einem geöffneten Schaltschrank in der Fertigung
Daten aus der HalleTechniker am Schaltschrank · Symbolbild
Anbindung
OPC UA, MQTT, Modbus, Hersteller-Schnittstellen, Dateien
Auswertung
Laufzeit, Stückzahl, Stillstand, Auslastung
Einstieg
Mit ein bis zwei Maschinen

Das Problem

Die Daten sind da. Sie kommen nur nicht an.

Moderne Steuerungen zählen jedes Teil und protokollieren jede Störung. Ältere Anlagen melden wenigstens, ob sie laufen. Trotzdem landen die Zahlen am Ende von Hand in einer Tabelle.

  • „Stillstände schreiben wir auf einen Zettel an der Maschine“

    Werkzeugwechsel, fehlendes Material, Störung: Der Bediener notiert Uhrzeit und Grund, wenn er daran denkt. Kurze Unterbrechungen fehlen fast immer, und am Monatsende versteht keiner mehr die Handschrift.

  • „Unsere OEE ist eine Schätzung“

    Für die Gesamtanlageneffektivität braucht man Verfügbarkeit, Leistung und Qualität. Ohne echte Laufzeiten wird daraus ein Bauchgefühl – und Investitionen in eine neue Maschine werden mit Vermutungen begründet.

  • „Jede Maschine spricht eine andere Sprache“

    Die neue CNC hat eine moderne Steuerung, die Presse von 2005 nur Relaisausgänge, die Spritzgussmaschine eine eigene Herstellersoftware. Ein gemeinsamer Überblick scheitert schon an der Anbindung.

  • „Der Schichtleiter tippt nach Feierabend Stückzahlen in Excel“

    Zwanzig Minuten pro Schicht für Zahlen, die die Maschine längst gezählt hat. Bei drei Schichten sind das eine Stunde am Tag – und Tippfehler fallen erst auf, wenn die Lagerzahlen nicht stimmen.

Bisherige Lösungen

Warum es bisher beim Zettel geblieben ist.

Die Idee, Maschinendaten zu nutzen, ist nicht neu. Meist scheitert sie an der Einstiegshürde oder an einer Lösung, die nicht zum gemischten Maschinenpark passt.

  • Excel und Schichtbuch

    Für wenige Maschinen und grobe Kennzahlen ist ein gut geführtes Schichtbuch oft ausreichend. Für kurze Stillstände, genaue Taktzeiten oder Vergleiche über Monate reicht die Genauigkeit nicht.

  • Software des Maschinenherstellers

    Viele Hersteller bieten eigene Auswerte-Tools an. Für einen einheitlichen Maschinenpark kann das genügen. Bei mehreren Herstellern entstehen aber mehrere Insellösungen mit unterschiedlichen Kennzahlen.

  • Großes MES-Projekt

    Ein vollständiges Fertigungsleitsystem deckt viel ab, ist aber ein großes Einführungsprojekt. Wer zunächst nur wissen will, warum Maschinen stehen, wartet damit oft lange auf erste Ergebnisse.

Leistungsbausteine

Klein anfangen, sauber anbinden, sichtbar machen.

Wir lesen die Daten nur, wir steuern nichts. Die Lösung besteht aus Datensammlung, zentraler Speicherung und einer Oberfläche, die Schichtleitung und Bediener tatsächlich nutzen.

  1. Den richtigen Weg zur Steuerung finden

    Je nach Maschine nutzen wir OPC UA, MQTT, Modbus, eine Hersteller-Schnittstelle oder einen Datei-Export. Ältere Anlagen ohne Datenschnittstelle lassen sich oft über Nachrüst-Sensorik oder ein Gateway erfassen, etwa über Laufsignal und Stückzähler.

    • OPC UA
    • MQTT
    • Modbus
    • Nachrüstung
  2. Lesend und mit getrennten Netzen

    Wir greifen nur lesend auf die Maschinen zu. Wie Produktions- und Büronetz getrennt bleiben und welche Verbindung erlaubt ist, stimmen wir vorab mit Ihrer IT ab.

    • Nur lesen
    • Netztrennung
    • Abstimmung mit IT
  3. Dashboard für die Schichtleitung

    Auf einen Blick: Welche Maschine läuft, welche steht, wie viele Teile sind gefertigt? Auswertungen zu Auslastung und Stillstandsgründen nach Schicht, Tag und Woche.

    • Live-Status
    • Stückzahlen
    • Auslastung
  4. Stillstandsgrund per Tablet erfassen

    Die Maschine meldet, dass sie steht. Der Bediener tippt am Tablet den Grund an, aus einer kurzen Liste. So verbinden sich automatische Daten mit dem Wissen aus der Halle.

    • Tablet an der Maschine
    • Gründe-Liste
    • Kommentar
  5. Speicherung und Betrieb

    Die Messwerte landen in einer PostgreSQL-Datenbank, auf Wunsch im eigenen Haus oder auf Servern in Deutschland. Wir übernehmen Updates und Wartung, Sie haben einen direkten Draht zum Entwickler. Der Quellcode gehört Ihnen.

    • PostgreSQL
    • Hosting in Deutschland
    • Quellcode bei Ihnen

Zusammenarbeit

Ein bis zwei Maschinen zuerst.

Ein Pilot an wenigen Maschinen zeigt schnell, welche Daten zuverlässig kommen und welche Auswertungen wirklich gebraucht werden. Danach wird erweitert.

  1. Kostenloser 1-Tages-Prozess-Check

    Wir gehen einen Tag lang mit Schichtleitung und Instandhaltung durch die Halle. Wir notieren Steuerungen, Baujahre und vorhandene Schnittstellen und sehen uns an, wie heute Stückzahlen und Stillstände erfasst werden.

  2. Pilotmaschinen anbinden

    Ein bis zwei Maschinen werden lesend angeschlossen, bei Bedarf mit Nachrüst-Sensorik. Wir prüfen, ob die Signale plausibel sind.

  3. Dashboard und Tablet-Erfassung

    Schichtleitung und Bediener testen die Oberflächen im echten Betrieb. Die Liste der Stillstandsgründe passen wir gemeinsam an.

  4. Weitere Maschinen ergänzen

    Wenn der Pilot überzeugt, folgen weitere Anlagen Schritt für Schritt. Jede Maschine wird einzeln geprüft, bevor sie in die Auswertung einfließt.

Beispiel

Rechenbeispiel: Was eine Stunde Stillstand pro Schicht bedeutet.

Ein typisches Szenario mit offengelegten Annahmen. Die echten Werte Ihrer Maschinen zeigt der Pilot bereits nach wenigen Wochen.

  • Verdeckte Stillstände: 30 bis 60 Minuten pro Schicht

    Annahme: Kurze Unterbrechungen unter fünf Minuten werden nicht notiert. Zusammengerechnet ergeben sie an einer Maschine oft eine halbe bis ganze Stunde pro Schicht, die in keiner Auswertung auftaucht.

  • Manuelle Erfassung: rund 5 Stunden pro Woche

    Annahme: 3 Schichten, 5 Tage, je 20 Minuten für Stückzahlen und Stillstandsnotizen. Das sind 5 Stunden Schichtleiter-Zeit pro Woche.

  • Auslastung: aus Schätzung wird Messwert

    Annahme: Geschätzt sind 80 Prozent Auslastung, gemessen werden 65 bis 70. Eine solche Lücke kann die Entscheidung über eine Neuanschaffung verändern.

Kosten und Dauer

Was die Anbindung kostet und wie lange sie dauert.

Den Aufwand bestimmen vor allem Alter und Vielfalt Ihres Maschinenparks. Der kostenlose 1-Tages-Prozess-Check liefert eine belastbare Kostenschätzung für den Pilot und die spätere Erweiterung.

  • Aufwandstreiber: Steuerungen und Nachrüstung

    Maschinen mit OPC UA oder MQTT sind schnell angebunden. Alte Anlagen brauchen Sensorik oder ein Gateway, dafür kommen Hardware und Montage hinzu. Jede zusätzliche Steuerungsart bedeutet eigene Tests.

  • Dauer: Pilot meist in 6 bis 10 Wochen

    Ein Pilot mit ein bis zwei Maschinen, Dashboard und Tablet-Erfassung ist häufig nach 6 bis 10 Wochen im Einsatz. Weitere Maschinen gleicher Bauart gehen danach deutlich schneller.

  • Laufend: Betrieb, Speicher und Pflege

    Es fallen Hosting oder der Betrieb eines eigenen Servers sowie Wartung an. Kommen neue Maschinen hinzu, binden wir sie im Rahmen der Betreuung an.

Häufige Fragen

Gut zu wissen, bevor die Entwicklung startet.

Können Sie unsere Maschinen beschädigen oder den Betrieb stören?

Wir lesen nur und schreiben keine Werte in die Steuerung. Die Anbindung stimmen wir mit Instandhaltung und IT ab und testen sie zu Zeiten, in denen ein kurzer Eingriff nicht stört.

Unsere Maschinen sind 20 Jahre alt. Geht das trotzdem?

Häufig ja. Auch ohne Datenschnittstelle lassen sich Laufsignal, Takt oder Stückzahl über Nachrüst-Sensorik erfassen. Was bei Ihren Anlagen möglich ist, prüfen wir im Prozess-Check direkt an der Maschine.

Brauchen wir dafür nicht gleich ein MES?

Nicht unbedingt. Wenn Sie Auftragssteuerung, Materialfluss und Qualität umfassend abbilden wollen, ist ein MES eine gute Wahl. Wer zuerst verlässliche Laufzeiten und Stillstandsgründe braucht, kommt mit einer schlanken Lösung schneller ans Ziel.

Wie sicher ist die Verbindung zwischen Halle und Büro?

Die Maschinen bleiben im Produktionsnetz. Wir nutzen eine klar definierte, nur lesende Verbindung, die Ihre IT freigibt. Wo die Daten gespeichert werden, im Haus oder in einem deutschen Rechenzentrum, entscheiden Sie.

Was passiert, wenn OnLouis nicht mehr verfügbar ist?

Sie besitzen den Quellcode, die Daten liegen in PostgreSQL, einer offenen Datenbank. Weil wir verbreitete Open-Source-Technik einsetzen, kann jede erfahrene Entwicklungsfirma die Lösung weiterführen.

[ Gemeinsam starten ]

Welche Maschine würden Sie gern zuerst verstehen?

Im kostenlosen 1-Tages-Prozess-Check sind wir einen Tag bei Ihnen in der Fertigung oder schauen uns die Anlagen remote mit Ihnen an. Sie bekommen ein schriftliches Konzept für den Pilot mit Kostenschätzung. Unverbindlich.